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Cannabigerol oder CBG

Cannabigerol oder CBG – Eigenschaften, Anwendung und Forschungsstand

Das Phytocannabinoid Cannabidiol oder CBD ist inzwischen vielen Menschen bekannt. Aber was ist Cannabigerol (CBG) und welche Eigenschaften hat es? Wer Hanfpflanzen oder deren Bestandteile kauft, erhält Produkte aus den verschiedensten natürlichen Inhaltsstoffen. Dazu gehören die Phytocannabinoide, von denen bisher mehr als 120 identifiziert wurden. Das psychoaktive Tetrahydrocannabinol (THC) und das nicht psychoaktive Cannabidiol (CBD) sind die bekanntesten. Beide Varianten werden in Präparaten aus medizinischem Cannabis verwendet. Als Nahrungsergänzungsmittel ist das CBD ohne Verschreibung erhältlich. Aber auch das Cannabigerol (CBG) kommt in der Phytocannabinoidmischung der Hanfpflanzen vor. Was es damit auf sich hat und welche Anwendungsmöglichkeiten es bietet, erklärt der folgende Artikel.

 

Cannabigerol (CBG) als Vorstufe von THC und CBD

In den meisten Cannabispflanzen ist Cannabigerol in nur sehr geringen Mengen vorhanden (mit einem Gehalt von unter 1 %). Nur im Indischen Hanf (Cannabis indica) soll die Konzentration etwas höher liegen. Bei dem CBG oder Cannabigerol handelt es sich um eine Vorstufe von THC und CBD, das heißt, im Laufe der Entwicklung der Hanfpflanze wird Cannabigerol zu THC und CBD umgewandelt. Der Reifegrad der Pflanze bei der Ernte sowie die Wärmeeinwirkung im Aufbereitungsprozess bestimmen, wie viel CBG im Endprodukt vorhanden ist.

Bekannt ist CBG als natürliche Komponente im Cannabis seit den 1960er-Jahren. Forscher fanden heraus, dass es in der Blütephase als Cannabigerolsäure (CBGA) vorliegt. Der Gehalt steigt während der Blütezeit an und fällt ab der sechsten Woche wieder ab, wenn die enzymatische Umwandlung in andere Cannabinoide erfolgt. Wie es auch mit THC und CBD der Fall ist, erregt CBG das Interesse der medizinischen Forschung und der Ernährungsindustrie. Gesundheitsfördernde Eigenschaften und das Potenzial für eine medizinische Anwendung sollen evaluiert werden.

 

Eigenschaften von CBG und Anwendung

Studien zu Cannabigerol gibt es erst wenige. Es existieren aber Hinweise, dass CBG das Endocannabinoidsystem des Körpers beeinflusst. Bisher wird angenommen, dass Cannabigerol mit dem Cannabinoidrezeptor CB1 interagiert und dort eine hemmende Wirkung ausübt. Dadurch könnte das Phytocannabinoid den Effekt von THC oder CBD, die als Agonisten von CB1 fungieren, abschwächen. Für den CB2-Rezeptor ist das Cannabigerol dagegen ein partieller Agonist wie die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2018 zeigten.

Das CBG soll ähnlich wie das CBD entzündungshemmend sowie antioxidativ wirken. Zudem wird dem Cannabigerol eine antibiotische Wirkung zugeschrieben. Krankheiten, die auf Zellschäden und Entzündungsvorgängen beruhen oder die auf Infektionen mit Bakterien zurückzuführen sind, könnten daher zu möglichen Einsatzgebieten für das Phytocannabinoid werden. Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften ist es auch ein Kandidat für den neuroprotektiven Einsatz. Wie bei dem CBD, so ist auch bei Cannabigerol kein psychoaktiver Effekt zu erwarten, was es für die medizinische Anwendung interessant macht.

 

CBG Anwendung

Bisher ist Cannabigerol wie das CBD als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Vollspektrum-Ölen, -Gummidrops, oder -Kapseln sowie als CBG-Reinextrakt erhältlich. Die Herstellung beruht auf einer CO2- oder Ethanol-Extraktion aus industriell angebauten Hanfpflanzen. CBG-Präparate werden oral eingenommen. Das CBG gelangt über die Schleimhäute in den Blutkreislauf, der die Verteilung im Körper bewirkt. Aber auch eine topische Anwendung der Cannabinoid-Öle ist möglich. In Deutschland lassen sich CBG-Präparate legal erwerben, da keine Rauschwirkung oder Abhängigkeit entsteht. Anwender nutzen die CBG-Präparate zur Symptomlinderung bei Erkrankungen wie chronischen Schmerzzuständen, zur Angstlösung und Bekämpfung von Schlafstörungen und depressiver Verstimmungen oder zur allgemeinen Steigerung des Wohlbefindens.

 

Erforschung der medizinischen Wirkung – Studien zu Cannabigerol

Aussagekräftige klinische Studien, die Anwendungsmöglichkeiten und Effekte des Cannabigerols bei Menschen untersuchen, fehlen noch. Bisher konzentriert sich die Forschung auf Laborexperimente und die Nutzung von Tiermodellen für bestimmte Krankheitszustände wie Krebs, Nervenerkrankungen und entzündliche Darmerkrankungen. Berichten zufolge sollen die Ergebnisse solcher vorklinischen Studien vielversprechend sein. CBG scheint die Hoffnung auf einen therapeutischen Nutzen in der Zukunft zuzulassen. Die folgende Auflistung zeigt Effekte des Cannabigerols, die während der Studien aufgefallen sind:

  • Appetitanregung bei Ratten
  • Hemmung einer abnormen Zellproliferation in Mausmodellen für unterschiedliche Krebserkrankungen
  • neuroprotektive Wirkung in Mausmodellen für Huntington
  • Linderung von Colitis bei Mäusen
  • antibiotische Wirksamkeit gegen multiresistente Staphylokokken (MRSA)
  • Senkung des Augeninnendrucks bei Katzen mit Glaukom
  • Linderung von neuropathischen Schmerzen in Mausmodellen

 

Diese vorläufigen Ergebnisse könnten zu möglichen Einsatzgebieten für CBG-Extrakte führen. Bestimmte Krankheiten bedingen zum Beispiel Appetitverlust oder Kachexie. Oft ist die Stimulation des Appetits mit Medikamenten erforderlich, um eine ausreichende Nahrungs- und Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Mit CBG könnte eine Appetitanregung mit einem natürlichen Präparat erzielt werden. Die Ratten aus der Studie, die mit CBG versorgt wurden, nahmen mehr als das Doppelte ihrer üblichen Futtermenge auf.

Durch die Hemmung von Tumorzellen durch Cannabigerol könnte das Fortschreiten von Krebserkrankungen verlangsamt oder gestoppt werden. Sollte CBG auch beim Menschen eine schützende oder regenerierende Wirkung auf Nervenzellen haben, könnte es bei einer Vielzahl von Nervenerkrankungen zum Einsatz kommen. Auch die Linderung der Entzündungserscheinungen bei Darmerkrankungen würde für viele Menschen eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringen.

Schon seit längerer Zeit ist bekannt, dass die topische Anwendung von Cannabis-Extrakten Hautinfektionen lindert. Laut Laboruntersuchungen erstrecken sich die antibiotischen Eigenschaften aber auch auf multiresistente Bakterienspezies. CBG könnte daher als Alternative zu einer Therapie mit synthetischen Antibiotika infrage kommen. Inwiefern sich die Ergebnisse – auch in Bezug auf die Glaukomtherapie oder die Behandlung neuropathischer Schmerzen – bei Menschen reproduzieren lassen, bleibt abzuwarten.

 

Cannabigerol als Therapieoption in der Zukunft?

Damit Cannabigerol in Zukunft als Einzelpräparat für medizinische Zwecke eingesetzt werden kann, müssen Sicherheit und Wirksamkeit beim Menschen in weiteren Studien nachgewiesen werden. Weiterhin muss das CBG in ausreichender Menge aus den Pflanzen isoliert werden. Aus den Extrakten hergestellte Produkte sollten genügend CBG enthalten, damit es den Wirkort in einer ausreichend hohen Konzentration erreichen und einen Effekt erzielen kann. Mittlerweile haben Zuchtexperimente mit Cannabisarten Pflanzen hervorgebracht, die einen höheren Gehalt an Cannabigerol aufweisen. Cannabispflanzen vom Typ IV bieten dabei die höchste Konzentration an CBG und werden zum Beispiel in Frankreich angebaut.

Generell sind CBG-haltige Produkte in Deutschland bisher legal erhältlich, wenn sie Extrakten aus Hanfpflanzen entstammen, die einen niedrigen THC-Gehalt (unter 0,2 %) aufweisen. Wer CBG kaufen möchte, hat die Wahl zwischen Reinextrakten, Mischpräparaten mit CBD sowie Vollspektrum-Produkten. Da die Extraktion von CBG aufwendiger und kostenintensiver ist als die Aufbereitung von CBD, sind auch die CBG-Reinextrakte etwas teurer als Mittel aus reinem CBD. In allen Vollspektrum-Präparaten wie zum Beispiel einigen Ölen finden sich aber immer geringe Mengen an CBG sowie viele andere Phytocannabinoide. Aufgrund der Wechselwirkungen zwischen den Cannabinoiden besteht das Potenzial, dass sich die Effekte verstärken.

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