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CBD bei Krebs

CBD gegen Krebs: palliative Symptomlinderung oder Allheilmittel?


Die Cannabis sativa-Pflanze enthält über 400 aktive Komponenten und etwa 100 Cannabinoide. Davon können Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) als die beiden Hauptcannabinoide (Phytocannabinoide mit dem höchsten Vorkommen) bezeichnet werden. Während THC psychoaktiv wirksam ist und eine starke Sedation, Psychosen und Intoxikationserscheinungen hervorrufen kann, hat CBD keine solchen Auswirkungen. Es bestehen zudem Hinweise, dass CBD den negativen Effekten von THC entgegensteuern kann und diese abmildert. THC hemmt effektiv Übelkeit und Schmerzen und führt zu einer deutlichen Entspannung der Muskulatur, weswegen es für eine palliative Behandlung bei Krebs sowie als Therapie für Multiple Sklerose und Epilepsie interessant geworden ist. Medizinisches Cannabis, das bei solchen Erkrankungen eingesetzt wird, besitzt üblicherweise ein THC/CBD-Verhältnis von 1:1. In solchen Präparaten ist CBD in ausreichender Menge vorhanden, um die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC zu vermindern. Allerdings ist die CBD-Menge zu gering, um selbst einen medizinischen Nutzen hervorzubringen.

Im Gegensatz zu medizinischem Cannabis handelt es sich bei Nutzhanf-Pflanzen um Varianten der Cannabis sativa-Pflanze, die einen höheren Anteil an CBD enthalten, aber in denen der THC-Gehalt minimiert wurde. In Deutschland dürfen nur Pflanzen angebaut und gehandelt werden, die einen THC-Gehalt von unter 0,2 % aufweisen. Aus diesen Pflanzen wird eine Vielzahl an CBD-Produkten hergestellt, die als Nahrungsergänzung legal erhältlich sind und eine große Beliebtheit erfahren. Da der medizinische Einsatz von THC durch die psychoaktive Wirkung limitiert ist, ist man weiterhin auf der Suche nach pflanzlichen Präparaten, die Krankheitssymptome lindern können, aber keine Toxizität verursachen. Während sich wissenschaftliche Studien in den vergangenen Jahren auf medizinisches Cannabis und auf synthetische Cannabinoide konzentriert haben, findet man in letzter Zeit immer mehr Studien, die ausschließlich den Effekt von CBD untersuchen. Auch bei der Behandlung von Krebs ist CBD in den Fokus gerückt.

Krebspatienten kämpfen häufig nicht nur mit der Krankheit selbst, sondern auch mit starken Nebenwirkungen, die aufgrund der Ausbreitung des Tumors, aber auch aufgrund der notwendigen Therapien entstehen. Zu den häufigsten Leiden zählen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Anorexie sowie Angstzustände. Oft sind neben den Medikamenten gegen die Krebserkrankung weitere Medikamente nötig, die diese Symptome reduzieren. So kommen zum Beispiel diverse Analgetika zum Einsatz. Allerdings sprechen viele Patienten nur sehr schlecht auf solche Schmerzmedikamente an. Zudem haben besonders potente Mittel wie Opioide oft starke Nebenwirkungen oder können Abhängigkeiten provozieren. Palliativ kann in solchen Fällen medizinisches Cannabis verschrieben werden.

CBD oder medizinisches Cannabis


Nach wie vor wird nach Präparaten gesucht, die eine effektive Symptomlinderung herbeiführen, aber keine weiteren Nebenwirkungen verursachen. Die Wirkung von THC bei Übelkeit, Erbrechen und chronischem Schmerz ist schon lange bekannt, allerdings wurden seit 1975 nur wenige Studien durchgeführt, die die Effektivität von THC/CBD-Präparaten auf die Symptomlinderung von Krebspatienten untersucht haben. Eine dieser Studien gab an, dass eine signifikante Schmerzlinderung bei Krebspatienten mit einer THC-Dosis zwischen 2,7 mg und 10,8 mg in Kombination mit einer CBD-Dosis zwischen 2,5 und 10 mg erzielt werden konnte. Auch wenn solche Präparate einen gewissen Nutzen versprechen, der Einsatz in der praktischen Medizin sowie in der Forschung ist aufgrund der psychoaktiven Nebenwirkungen, die nicht vollständig unterdrückt werden können, limitiert. Neben der palliativen Behandlung bei Krebs wie beispielsweise bei chemotherapieinduzierter Übelkeit und Erbrechen, können sie in bestimmten Fällen bei anderen Arten von chronischem Schmerz sowie bei Epilepsie und Multipler Sklerose verschrieben werden. Aufgrund der Missbrauchsgefahr und der möglichen Entstehung einer Abhängigkeit ist eine Verordnung auf Rezept notwendig.

CBD besitzt keinen psychoaktiven Effekt und nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist bei dem alleinigen Einsatz von CBD auch keine Abhängigkeit zu befürchten. Obwohl Menschen unterschiedlich auf CBD-Präparate reagieren, wird im Allgemeinen bei der Verwendung solcher Produkte von einer Steigerung des Wohlbefindens berichtet. Seit CBD legal erhältlich ist, wird es für eine Vielzahl an Krankheitszuständen angepriesen. Hinweise bestehen, dass es ein Entspannungsgefühl herbeiführen und ebenso wie THC effektiv Schmerzen und Krämpfe lindern kann. Zudem soll
CBD Entzündungen reduzieren und einen neuroprotektiven Effekt ausüben. Studien mit Menschen existieren bisher nur wenige und durch die geringen Teilnehmerzahlen der vorhandenen Untersuchungen ist die Aussagekraft gering. Doch aufgrund des potenziellen medizinischen Nutzens von CBD, da kaum mit toxischen Nebenwirkungen zu rechnen ist, werden in letzter Zeit mehr und mehr Forschungsvorhaben unterstützt. Sollte beispielsweise eine ausreichende Effektivität von CBD bei Krebserkrankungen in solchen Studien festgestellt werden, könnte es in Zukunft als Antikrebs-Therapeutikum in Erwägung gezogen werden. Aufgrund der geringen Toxizität würde es auch als Dauermedikament infrage kommen. Eine Evaluation hat ergeben, dass selbst eine Dosis von 700 mg pro Tag über sechs Wochen keine nennenswerten toxischen Effekte beim Menschen hervorgebracht hat. Nebenwirkungen, die auftreten können, sind Verwirrtheit, niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Erbrechen und Übelkeit.

Bisher wird CBD meist oral eingenommen oder verabreicht. Ob das der effektivste Aufnahmeweg ist, muss ebenfalls noch evaluiert werden. Eine orale Gabe von 10 mg CBD pro Tag über sechs Wochen ergab Plasmaspiegel zwischen 6 und 11 ng/ml, die während der gesamten Anwendungszeit unverändert geblieben sind.

Das Endocannabinoidsystem und die Beteiligung bei Krankheiten


Das Endocannabinoidsystem des Körpers setzt sich aus den Endocannabinoid-Rezeptoren und den Endocannabinoiden zusammen. Die Cannabinoid-Rezeptoren sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren, die in Zellmembranen sitzen und in unterschiedlichen Geweben im Körper vorkommen. Bisher sind zwei dieser Rezeptoren identifiziert worden: der CB1- und der CB2-Rezeptor. Während CB1 eine hohe Dichte in Geweben des Zentralnervensystems (ZNS) aufweist und nur in geringem Maße in der Peripherie vorkommt, findet sich CB2 kaum im ZNS, aber dafür vor allem in Geweben der Peripherie, die dem Immunsystem zugerechnet werden.

Bei den Endocannabinoiden – den körpereigenen Botenstoffen, die diese Rezeptoren aktivieren – handelt es sich hauptsächlich um Arachidonsäurederivate. Das erste isolierte Endocannabinoid war das N-Arachidonylethanolamid (AEA oder auch als Anandamid bezeichnet). Danach wurden weitere Stoffe identifiziert, darunter das 2-Arachidonylglycerol (2-AG) sowie das O-Arachidonylethanolamid.

Endocannabinoide werden von postsynaptischen Nervenzellen freigesetzt und wirken als Agonisten an den Cannabinoidrezeptoren der verschiedenen Gewebe. Die Verteilung der Rezeptoren lässt vermuten, dass auf diese Weise eine Modulation von neurologischen Funktionen sowie eine Beeinflussung des Immunsystems stattfinden kann. Zudem gibt es Hinweise, dass Endocannabinoide auch rezeptorunabhängig wirken. Schmerzzustände, Lern-, Erinnerungs- und Bewegungsvorgänge, die Temperaturregulation, die Aktivität, der Appetit und das Immunsystem sollen durch endogene Cannabinoide beeinflusst werden. Die genauen Vorgänge sind aber noch nicht bekannt. Studien erzielten teilweise widersprüchliche Ergebnisse. So gibt es Untersuchung, die besagen, dass Endocannabinoide die Schmerzwahrnehmung attenuieren, während andere Untersuchungen Hinweise hervorgebracht haben, dass die Bindung der Stoffe an die Cannabinoid-Rezeptoren die Schmerzausbreitung fördert.

Bei vielen Krankheiten sind Veränderungen im Endocannabinoidsystem festgestellt worden. Zu solchen Erkrankungen zählen Multiple Sklerose, Osteoporose, Schlaganfall, Atherosklerose, Myokardinfarkt, Bluthochdruck, Fettsucht, neuropathische Schmerzen, Glaukom und auch Krebs. Seitdem wird versucht – bisher hauptsächlich auf rein wissenschaftlicher Ebene – mit synthetischen Cannabinoiden oder mit Phytocannabinoiden wie THC und CBD in den Krankheitsverlauf einzugreifen. Studien werden in der Regel mit Labornagern oder mit isolierten Zellen (in vitro-Studien) durchgeführt. Nur für vereinzelte Erkrankungszustände existieren bisher klinische Studien.

Wie wirkt CBD auf Krebszellen?


Die erwähnten Laborstudien lieferten allerdings Hinweise, dass CBD Krebszellen gezielt beeinflussen kann. Schon 1975 wurde festgestellt, dass die orale Gabe eines kombinierten THC/CBD-Präparates bei Mäusen, die Ausbreitung von Adenokarzinomzellen in der Lunge hemmen konnte. Antiproliferative und proapoptotische Effekte der Phytocannabinoide konnten seitdem auch bei vielen anderen Krebsarten nachgewiesen werden. CBD ist hier besonders interessant, da es aufgrund seiner nur milden Nebenwirkungen als Dauertherapeutikum infrage kommen könnte. Der Einfluss von CBD wurde für Zellen folgender Krebstypen untersucht: Lungenkrebs, endokrine Tumore, Gliome, Lymphome und Leukämie sowie Haut-, Brust-, Prostata-, Pankreas- und Dickdarmkrebs.

CBD besitzt insgesamt nur eine niedrige Affinität für CB1- und CB2-Rezeptoren. Allerdings hat man herausgefunden, dass es mit vielen weiteren Rezeptoren im menschlichen Körper interagieren kann. Während der intrazelluläre Mechanismus, der durch CBD in Krebszellen ausgelöst wird, immer derselbe zu sein scheint, erfolgt die Aktivierung bei den unterschiedlichen Krebsarten offenbar entweder CB2-anhängig oder völlig unabhängig von den Cannabinoidrezeptoren. Im Gegensatz zu den endogenen Cannabinoiden agieren Phytocannabinoide in der Regel als Antagonisten an den Cannabinoidrezeptoren, das heißt, sie blockieren diese oder bewirken sogar einen gegenteiligen Effekt. Welche Vorgänge, bei welchen Krebsarten ablaufen, ist noch nicht ausreichend untersucht. Über die Auswirkung scheint aber ein Konsensus zu bestehen: In den Krebszellen wird ein Prozess induziert, der Apoptose (programmierter Zelltod) genannt wird. Dies wird durch eine Aktivierung spezifischer Enzyme (Caspasen) und die Erhöhung der ROS (reaktive Sauerstoffspezies)-Produktion hervorgerufen. Das heißt, die Zellen unterliegen oxidativem Stress. Die Zugabe eines Antioxidans wie Tocopherol (Vitamin E) zu den Zellkulturen konnte den Prozess aufhalten. Weitere Vorgänge, die in den mit CBD behandelten Krebszellen festgestellt wurden, waren die Verarmung an intrazellulärem Glutathion und die Erhöhung der GSH-Enzymaktivität.

Interessant ist, dass die Effekte sich anscheinend auf Tumorzellen beschränken. In vitro wurden nicht tumorös entartete Zellen nicht angegriffen. Das könnte bedeuten, dass Tumorzellen auf ihren Oberflächen vermehrt Proteine exprimieren, die sie für den Effekt von Phytocannabinoiden wie CBD sensibel machen. Das können CB2-Rezeptoren sein, aber auch andere noch nicht identifizierte Strukturen.

Aufgrund dieser Befunde ist das Targeting und das Zerstören von Krebszellen mit CBD- und anderen Cannabinoid-Präparaten Gegenstand der aktuellen Forschung. Neben den antiproliferativen und proapoptotischen Effekten besitzt CBD die Fähigkeit, die Migration und Adhäsion von Tumorzellen zu hemmen. Die ist besonders bei aggressiven und invasiv wachsenden Tumoren wie Lungentumoren von Bedeutung, da so die Ausbreitung und Metastasierung gestoppt werden könnte. Eine weitere positive Eigenschaft ist die Unterdrückung von proangiogenen Faktoren. Durch diese kommt es zur Neuformierung von Blutgefäßen, die besonders bei der Tumorentstehung und beim Tumorwachstum eine Rolle spielen. Durch CBD könnte die Vaskularisierung von Tumoren unterdrückt werden. Auch für andere Cannabinoide wurde eine solche Wirkung festgestellt. Weitere Studien sind nötig, um die Befunde für den menschlichen Organismus zu bestätigen und die Auswirkungen einer Langzeitanwendung auf Organsysteme wie Leber oder Niere zu bestimmen. Zudem muss evaluiert werden, wie hoch die Effektivität von CBD allein ist, beziehungsweise inwieweit das synergistische Zusammenspiel mit anderen Cannabinoiden die Wirksamkeit steigert. Bisher gibt es noch keine gesicherten Angaben, ab wann und bei welcher CBD-Dosierung ein therapeutischer Effekt eintritt.

Fazit


Phytocannabinoide, insbesondere das nicht-psychoaktive CBD, könnten für Krebspatienten, die schlecht auf Opioide und andere Analgetika ansprechen, eine alternative Behandlungsmethode darstellen. Nicht nur scheint CBD Schmerzen und Entzündungen effektiv zu lindern, in vitro-Studien liefern vielversprechende Ergebnisse, dass CBD die Proliferation und Migration von Krebszellen hemmen kann. Sollte dies sich auch für den menschlichen Organismus bewahrheiten, könnten CBD-Präparate in Zukunft aufgrund ihrer geringen Toxizität auch bei hohen Dosen als Dauermedikation in der Krebstherapie eingesetzt werden.

Quellen:
1.Cannabidiol as potential anticancer drug (P. Massi et al., 2013)
2.Oral medicinal cannabinoids to relieve symptom burden in the palliative care of patients with advanced cancer, a double-blind, placebo-controlled, randomized clinical trial of efficacy and safety of cannabidiol (CBD) (P. Good et al., 2019)
3.Beyond THC and Endocannabinoids(P. Pacher et al., 2019)
4.A selective review of medical cannabis in cancer pain management (A. Blake et al., 2017)
5.Cannabinoids as Anticancer Drugs (H. Ramer, 2017)

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