Telefonservice: 0800/3301861

  Versand mit DHL aus Deutschland

  Trusted Shops Käuferschutz

  Diskreter Versand

Der Entourage-Effekt bei CBD

Was ist der Entourage-Effekt und wie beeinflusst er die CBD-Wirkung?

Phytocannabinoide wie Cannabidiol (CBD) sollen effektiver wirken, wenn statt des isolierten Cannabinoids, ein Vollspektrumprodukt verwendet wird. Vollspektrumprodukte enthalten die Gesamtheit der Inhaltsstoffe einer Pflanze. Wenn diese sich gegenseitig beeinflussen, spricht man von einer synergistischen Wechselwirkung. Die Pflanzeninhaltsstoffe der Heilpflanze Cannabis sativa wechselwirken miteinander und mit spezifischen Rezeptoren im menschlichen Körper. Der Effekt bei gleicher Dosis ist ausgeprägter als bei der Einnahme einer isolierten Komponente. Wirkt CBD stärker in einem Vollspektrumprodukt, wird dies als Entourage-Effekt bezeichnet.

Die Hanfpflanze enthält bis zu hundert verschiedene Phytocannabinoide und insgesamt über 400 Pflanzeninhaltsstoffe, darunter Terpene, Flavonoide und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Für einige der Cannabinoide sind Wirkungen auf den menschlichen Körper festgestellt worden. Die folgende Tabelle enthält einen Überblick über die wichtigsten Cannabinoide in Hanf und ihren möglichen medizinischen Nutzen:

 

Bild1_f

 

Der Entourage-Effekt bei Hanf-Produkten

Die in der Tabelle angegebenen Phytocannabinoide sind in den verschiedenen Hanfzuchten in unterschiedlichen Anteilen enthalten. Das Verhältnis der Anteile zueinander ist wichtig für eine effektive Wirkung. Während ein Inhaltsstoff die Wirkung eines anderen fördern kann, kann ein anderer dessen Wirkung hemmen. Die Auswirkungen dieser Verhältnisse auf diverse Krankheitszustände sind noch nicht ausreichend erforscht. In Laborversuchen werden häufig Reinkomponenten verwendet. Zudem existieren zahlreiche Cannabisarten, die auf die Krankheiten bezogen evaluiert werden müssen.

Der Entourage-Effekt von Cannabis-Produkten wurde zunächst bei THC (Tetrahydrocannabinol)-Konsumenten festgestellt. Es gab eine Präferenz die gesamte Pflanze zu verwenden statt des isolierten THCs. Für CBD konnte gezeigt werden, dass es den THC-Effekt attenuiert. Auch bei Nutzhanf, der hohe Gehalte an CBD, aber nur geringe Mengen der psychoaktiven Komponente THC enthält, ist das von Vorteil. Die Verwendung von Nutzhanf-Produkten führt nicht zu Rauschzuständen. CBD hemmt die Wirkung des THC bei der Verwendung eines Vollspektrumprodukts. Nutzhanf und die daraus hergestellten CBD-Produkte können also als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass eine Rauschwirkung oder ein Abhängigkeitszustand eintritt.

Ähnlich verhält es sich mit den anderen Phytocannabinoiden. Die hohe Menge an CBD in Nutzhanf kann Einfluss nehmen auf die übrigen Cannabinoide. Die Wirkung kann verstärkt oder gehemmt werden, je nachdem welches Verhältnis der Komponenten vorliegt. Bei einer gegenseitigen Verstärkung, spricht man von Entourage-Effekt. Möchte man sich diesen Effekt zunutze machen, greift man zu den sogenannten Vollspektrumprodukten. Die sind Präparate, die aus dem gesamten Pflanzenextrakt hergestellt wurden. So erhält man alle Komponenten der Hanfpflanze, inklusive der Spurenstoffe wie Terpene, Flavonoide und Fettsäuren.

Terpene

Bei den Terpenen handelt es sich um organische, aromatische Verbindungen (natürliche Aromastoffe), die nicht nur in der Cannabis-Pflanze vorkommen, sondern ebenso in vielen weiteren Pflanzen. Sie verleihen ihnen den spezifischen Geschmack und einen einzigartigen Duft. Die verschiedenen Cannabisarten unterscheiden sich im Gehalt dieser Verbindungen. Hanf ist also nicht gleich Hanf und bietet je nach Zuchtart ein anderes Aroma. In der EU sind bisher 42 Nutzhanfarten zugelassen, die alle der Cannabis sativa-Pflanze entstammen. Terpene sind leicht flüchtig, daher werden sie schnell wahrgenommen. Eine Übersicht über die in der Hanfpflanze enthaltenen Terpene zeigt die folgende Tabelle:

 

Bild2_f

 

Terpene besitzen in der Regel einen bitteren oder scharfen Geschmack. Das soll die Pflanze vor Fraßfeinden wie Insekten oder Weidetieren schützen. Zudem verhindern sie einen Pilzbefall. Für den Menschen bieten Terpene einen medizinischen Nutzen, wenn sie in ausreichender Menge verabreicht werden. In der alternativen Medizin werden sie gerne zur Aromatherapie eingesetzt, da die Düfte das Wohlbefinden auf unterschiedliche Weise beeinflussen können. Ein frischer Zitrusduft zum Beispiel, wirkt anregend, während Lavendel- oder Nelkenaroma einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben.

 

Für Cannabis-Pflanzen wurden circa 200 Terpene identifiziert. Dabei unterscheidet man zwischen Monoterpenen, Diterpenen und Sesquiterpenen. Carophyllene - ein Beispiel für Terpenoide aus dem Hanf, die auch in schwarzem Pfeffer und in Oregano vorkommen - sollen gastroprotektiv wirken und Entzündungen und Autoimmunkrankheiten lindern können. Carophyllene binden an den CB2-Rezeptor, ein Protein im menschlichen Körper, das normalerweise eine Andockstelle für die sogenannten Endocannnabinoide ist. Endocannabinoide sind körpereigene Moleküle, die bei Schmerzreaktionen und zahlreichen Stoffwechselprozessen eine Rolle spielen.

Andere Terpene versprechen eine entspannende und angstlösende Wirkung. In synergistischer Wechselwirkung mit einigen Cannabinoiden entfalten sie zudem einen effektiven antibakteriellen Effekt. Der Gehalt an CBD in Nutzhanf liegt meist zwischen 1,5 % und 4 %. Für die Terpene wurden Werte von 5 ppm bis 130 ppm in Extrakten ermittelt. In der gesamten Cannabis-Pflanze liegt der Anteil bei unter 1 %, in den Trichomen macht er dagegen bis zu 10 % aus. Die Terpene mit dem größten Anteil sind die Mycrene. Als zweithäufigste Terpengruppe sind die Limonene zu nennen. Terpene verflüchtigen sich bei höheren Temperaturen. Wer sichergehen möchte, ein Vollspektrumprodukt mit hohem Terpengehalt zu erwerben, sollte darauf achten, dass die Pflanzenstoffe kalt extrahiert wurden. Hanfblüten sollten kühl und lichtgeschützt gelagert werden, um den Terpengehalt möglichst lange zu erhalten.

 

Flavonoide und Fettsäuren

 

Auch die Flavonoide im Hanf tragen zum Geschmack und Aroma bei. Flavonoide kommen generell in jeder Pflanze vor, jedoch gibt es auch Flavonoide, die den Cannabis-Pflanzen vorbehalten sind. Dies sind die sogenannten Cannaflavine. Einige dieser Cannaflavine besitzen ebenfalls medizinisches Potenzial. Cannaflavin A beispielsweise soll entzündungshemmend wirken. Andere Cannaflavine vermitteln eine antioxidative Wirkung, die zum Zellschutz beiträgt. Auch die Flavonoide interagieren mit Rezeptormolekülen im menschlichen Körper und können einen Entourage-Effekt auslösen. Die Gehalte an Flavonoiden in Cannabis liegen bei 0,02 % bis 0,1 %.

Hanfsamen - aus denen zum Beispiel Hanföl hergestellt wird, das auch als Grundlage für CBD-Öle verwendet wird - enthalten außerdem eine Reihe an wertvollen, ungesättigten Fettsäuren. Weiterhin ist das Verhältnis von Omega 6- zu Omega 3-Fettsäuren besonders vorteilhaft. Es beträgt 3:1 und ist das empfohlene Verhältnis für den menschlichen Organismus. Ein zu hoher Anteil an Omega 6-Fettsäuren in der Nahrung fördert chronische Entzündungsvorgänge und Herzkreislauferkrankungen. Mit einer ausgewogenen und natürlichen Ernährung und der Verwendung der richtigen Fette kann dies verhindert werden. Die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure sind die am stärksten vertretenen Fettsäuren in Hanfsamen. Weiterhin interessant ist der Anteil an Gamma-Linolensäure (GLA). Sie kommt in Hanfsamen mit etwa 2-4 % vor. Es hat sich gezeigt, dass eine GLA-Einnahme sich positiv bei Neurodermitis oder rheumatoider Arthritis auswirkt. Ebenso wie bei den Terpenen unterscheiden sich die Hanfarten auch in den Gehalten der unterschiedlichen Fettsäuren.

Fazit

Bei der Anwendung von Vollspektrum-CBD-Produkten hilft der Entourage-Effekt, die Wirkung der Pflanzeninhaltsstoffe voll zu entfalten. Neben den Cannabinoiden, die an den körpereigenen Cannabinoidrezeptoren angreifen, existieren Terpene und Flavonoide, die weitere Rezeptoren im menschlichen Körper aktivieren und so einen synergistischen Effekt auslösen. Wie stark der Effekt ausgeprägt ist, wird zum einen durch das Verhältnis der zahlreichen Cannabinoide zueinander bestimmt, das in verschiedenen Nutzhanfpflanzen unterschiedlich sein kann und zum anderen durch den Gehalt der Terpene und Flavonoide. Es kann durchaus vorkommen, dass die Verwendung einer bestimmten Hanfart die Symptome einer Erkrankung besser lindert, als eine andere. So hat sich herausgestellt, dass bei chronischen Schmerzen Präparate am wirksamsten sind, die etwa gleiche Mengen an THC und CBD enthalten. Solche Präparate werden als Arzneimittel gehandelt und sind auf Rezept zu bekommen. Die Wechselwirkungen aller Pflanzenbestandteile untereinander sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht und können kaum vorhergesagt werden. Es sind weitere Studien nötig, um die Auswirkungen der diversen Vollspektrumprodukte auf weitere Krankheitszustände zu entschlüsseln.

Da CBD-Präparate reine Naturprodukte sind, die aus mehreren Nutzhanfpflanzen hergestellt werden, können die Gehalte der Inhaltsstoffe schwanken. Wachstums- und Wetterbedingung, Temperaturen und Lichtverhältnisse während des Anbaus beeinflussen die Bildung. Zudem sind für viele Stoffe noch keine Standards für Hanf etabliert worden, sodass ein ausreichendes Qualitätsmanagement noch nicht stattfinden kann. Regelmäßige Kontrollen werden bisher nur für THC durchgeführt, da hier Regulationen eingehalten werden müssen. Weiterhin reagiert jeder Mensch individuell auf CBD-Produkte, was an der Verteilung der Rezeptoren im Gewebe liegen kann. Wie genau sich ein Entourage-Effekt auswirkt, kann daher nicht vorhergesagt werden.

Eine Anmerkung zum Schluss: Diesen Blog zu schreiben macht sehr viel Arbeit. Unser geistiges Eigentum darf daher nicht kopiert oder verbreitet werden. Gerne darfst Du uns aber verlinken!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Passende Artikel
TIMELESS "Lifesytle" 10% CBD Öl 10ml
TIMELESS "Lifesytle" 10% CBD Öl 10ml
Inhalt 10 Milliliter (6,13 € * / 1 Milliliter)
61,31 € * 62,90 € *
  • Altersverifizierung

    Das Angebot unseres Onlineshops richtet sich an Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind.
    Bitte bestätigen Sie Ihr Alter, um fortzufahren.

    Hanfblüten sind nicht zur Einnahme geeignet und werden aus fermentiertem EU-Zertifizierten Nutzhanf angeboten. Die Produkte sind ausschließlich nur für gewerbliche oder wissenschaftliche Zwecke zu verwenden. Ein Verkauf erfolgt nur an Unternehmer, Gewerbebetreibende, Freiberuflicher, öffentliche Institutionen und nicht als Verbraucher i. S. v. § 13 BGB. Ich bestätige, die Bestellung als Unternehmer und nicht als Verbraucher i. S. d. § 13 BGB zu tätigen. 

    Hiermit bestätige ich ebenfalls, dass ich mindestens 18 Jahre alt bin.